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Der Sensenbaum ist der Stiel der Sense, also der Teil an dem die mähende Person anfasst und das Gerät führt. Er wird auch Wurf oder Worb genannt und je nach Region gibt es bestimmt noch unzählige andere Bezeichnungen dafür. Wir bleiben der Einfachheit halber bei Sensenbaum oder Baum, den es in verschiedenen Ausführungen gibt.
Der Metallbaum
Der Metallbaum kann der günstigste Einstieg in die Senserei sein, einfache Metallbäume gibt es oft im Baumarkt. Meist ist er dann geschwungen mit zwei verstellbaren Griffen auf einer Ebene (Bild 1). Es gibt aber auch durchaus edlere Ausführungen, bei denen z.B. der vordere Griff in einer zweiten Ebene liegt. dadurch wird die Sense ergonomischer.
Metallsensen gibt es schon sehr lange, trotzdem würde ich sie als die moderne Variante bezeichnen. Sie bedarf eigentlich keiner Wartung.
Der Sensenbaum
Die Ausführung aus Holz entspricht natürlich der klassischen Sense. Da es auch verschiedene Anwendungsbereiche und Arten des Sensens gibt, gibt es hier auch verschiedene Holzbäume:
– ohne Griffe, also ein einfacher Stiel
– ein gerader Holzbaum mit zwei Griffen auf einer Ebene, nicht verstellbar
– ein gerader Holzbaum mit zwei Griffen, von denen der vordere in einer anderen Ebene liegt, die aber nicht verstellbar sind (Bild 2)
– ein geschwungener Holzbaum mit zwei Griffen, von denen der vordere auf einer anderen Ebene liegt und die beide verstellbar sind
Der Holzbaum sollte von Zeit zu Zeit geölt werden. Siehe den Beitrag dazu.
Bild 1: Ein alter Metallbaum. Gut zu erkennen: die Griffe befinden sich auf einer Ebene, also direkt am Baum.
Bild 2: Mein gerader Holzbaum mit nicht verstellbaren Griffen, von denen der vordere auf der anderen Ebene liegt, also vom Baum absteht für eine bessere Ergonomie, dadurch steht die mähende Person gerader
Aufbau des Sensenbaums
An dem einen Ende des Baumes befindet sich der hintere Griff. Rechtshänder fassen ihn mit der linken Hand.
Der vordere Griff oder auch mittlere Griff befindet sich eher in der Mitte des Baumes. Die Varianten, bei denen der Griff in der anderen Ebene, also nicht direkt am Baum befestigt ist, sind ergonomischer und sollten meiner Meinung nach bevorzugt werden. Dadurch steht man gerader und ich finde, man hat die Sense besser unter Kontrolle.
Am anderen Ende befindet sich die Aufnahme des Sensenblattes, meist in Form einer Metallplatte mit einem Loch. Hier wird dann der Dorn der Hamme eingelegt und das Blatt mit dem Sensenring befestigt.
Auf die Größe kommt es an
Um den passenden Baum zu finden, müssen wir uns entweder neben den Sensenbaum stellen oder – zum Beispiel beim Kauf im Netz – uns selbst etwas ausmessen.
Stellen wir den Baum mit der Sensenblattseite nach unten auf den Boden, dann sollte der hintere Griff (der sich jetzt ganz oben befindet) etwa zwischen Kinn und Schulter liegen. Der vordere (mittlere) Griff sollte auf Hüfthöhe sein.
Wie finde ich den richtigen Baum?
Tja, das ist wohl eine der am schwierigsten zu beantwortenden Fragen. Denn hier kommt es nicht nur auf die persönliche Präferenz an, sondern auch auf das Einsatzgebiet, die Körpergröße und nicht zuletzt den Geldbeutel. Hinzu kommt, dass man für eine Sense – zumindest in Norddeutschland – nicht einfach in ein Geschäft gehen und verschiedene Sensen ausprobieren kann.
Andererseits kann ich auch sagen: Wir wollen ja nicht hektarweise Getreide ernten, sondern den Hausgarten pflegen.
Ich wage folgende Aussage:
Wenn ihr eine Sense sucht, um Ecken auszuputzen und kleine Flächen von vielleicht 50 oder 100 Quadratmetern zu mähen, dann reicht euch eine Baumarktsense. Aber nur wenn ihr nicht zu groß seid, also maximal 1,80 Meter.
Seid ihr und/oder die zu mähende Fläche größer, dann nehmt einen geraden Holzbaum, den bekommt ihr online meist passend für eure Körpergröße und vielleicht noch mit verstellbaren Griffen. Dann seid ihr auf der sicheren Seite. Woher weiß ich das? Ich bin fast 1,90 Meter und mähe mit so einer Sense seit Jahren ca. 4 x 200 Quadratmeter.
Wichtig: Ist der Metallbaum meist sowieso individuell einstellbar, so ist bei der Holzversion auf die Ausführung für Links- und Rechtshänder zu achten!
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