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Machen wir uns nichts vor: Wenn wir eine Sense neu kaufen, dann kostet sie Geld. Doch neben den Anschaffungskosten gibt es doch auch laufende Kosten, oder?
Ich gehe hier von einem Neukauf aus. Eine Sense kann man natürlich auch geschenkt bekommen oder günstig gebraucht kaufen, evtl. muss man sie dann erst wieder flott machen.
Für die beiden klassischen Mäher sei gesagt: Sie haben Folgekosten in Form von Benzin, Strom, Messern und Akkus.
Die günstigste Sense
Wenn wir zum Baumarkt unseres Vertrauens gehen, dann überrascht erstmal positiv, dass diese noch Sensen und -Zubehör führen, wenn auch in sehr überschaubaren Rahmen. Meist findet man das Modell aus Metall.
Ein Sensenbaum aus Metall kostet etwa ab 20 Euro ohne Sensenblatt. Das Sensenblatt schlägt nochmal mit etwa 30 Euro zu Buche, ein künstlicher Wetzstein mit 5 Euro. Ein Sensenring samt Schlüssel ist meist beim Sensenbaum inklusive. Mehr brauchts erstmal nicht.
Damit erwerben wir eine funktionsfähige, wetzbare Sense für 55 Euro.
Mit dieser kann man auch schon gut im Garten arbeiten.
Meine subjektive Meinung: Man bekommt eine solide Sense für kleine Gartenarbeiten, super zum „Ausputzen“, sie ist zweckmäßig. 100 Quadratmeter Wiese kann man damit auch mal rasieren.
Die individuelle Sense
Etwas teurer, dafür etwas komfortabler und klassischer: Die individuelle Sense mit Holzbaum. Den Holzworb gibt es gerade mit feststehenden Griffen für etwa 30 Euro aus Eschenholz. Dafür habe ich mich damals auch entschieden und musste somit beim Kauf bereits auf die Größe achten.
Beim Sensenblatt habe ich mich für ein 65 Zentimeterblatt von Schröckenfux aus Österreich entschieden. Das Traditionsunternehmen stellt seit bald 500 Jahren Sensen her, sie scheinen also eine gewisse Erfahrung zu haben. Das Blatt hat ca. 75 Euro gekostet.
Bei mir ist es auch (noch) ein günstiger Kunstwetzstein für 8 Euro.
Sensenring mit zwei Schrauben und Sensenschlüssel gab es für 10 Euro.
Somit liegt meine Sense bei etwas über 120 Euro.
Das Dengeln dürfen wir nicht vergessen. Am Anfang ist das nicht nötig, doch sollte es soweit sein, sollten wir auch vorbereitet sein. Ein Schlagdengelapparat mit zwei Hülsen kostet etwa 100 Euro. Ja, das tut ein bisschen weh, denn letztlich ist das etwa genauso viel wie eine komplette Sense, aber es lohnt sich. Denn nichts geht über eine scharfe Sense! Ich scheue mich jedesmal etwas vor der Dengelei, aber hinterher frage ich mich meist, warum ich das nicht mal wieder viel früher gemacht habe.
Zum Dengelapparat wird ein normaler Schlosserhammer empfohlen, ich tendiere eher zu einem leichten Fäustel (1000 Gramm). Der ist zwar schwerer, aber ich muss nicht soviel Kraft aufwenden beim Hämmern. Das sind nochmal ca. 15 Euro.
Günstig
Mit 170 Euro kann man lossensen! Die Auswahl in dieser Preisklasse ist aber überschaubar und nur für den Gelegenheitsmäher.
Individuell
Hier muss man etwas tiefer in die Tasche greifen: mit 235 Euro dreht man sich aber schon ergonomischer im Halbkreis!
Teurer geht immer
Wie bei fast allen Anschaffungen im Leben gilt: Teurer geht´s immer. Aber nicht immer ist teurer besser oder sinnvoll. Wenn es eurem Geldbeutel egal ist: feel free!
Laufende Kosten
Ein absoluter Pluspunkt für die Sense gegenüber Rasenmäher und Mähroboter sind die laufenden Kosten. Oder besser gesagt, die nicht vorhandenden laufenden Kosten. Einmal angeschafft, benötigt die Sense nichts mehr.
Je nach Einsatzhäufigkeit vielleicht irgendwann einen neuen Wetzstein. Einmal oder zweimal im Jahr ein bisschen Leinöl, dass wir uns aus der Küche mopsen. Aber eben keinen Strom, kein Benzin, keine neuen Messer. Nichts.
Wo gibt es individuelle Sensen?
Die gibt es nicht im Baumarkt. Dort, wo regional noch viel mit der Sense gemäht wird, könnte es vielleicht auch noch vor Ort Geschäfte geben die Sensen führen. Vielleicht auch im Landhandel.
Für alle anderen ist wohl das Internet die einzige Möglichkeit, um an Sensen zu kommen. Wie man dort entsprechende Händler findet muss ich wohl niemandem erklären. Da sich ein Sensenbaum manchmal als Sperrgut auf den Weg macht, sollte man beim Kauf im Netz auf die Kosten für den Versand achten.
Auch hier sei nochmal darauf hingewiesen: hier geht es immer um neue Sensen. Für gebrauchte Geräte kann man Glück haben und der Landwirt um die Ecke hat aus Nostalgiegründen noch eine an der Hauswand hängen. Die muss dann nur noch passen.
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