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Ist die Sense eingestellt und wir haben gemäht, dann ist die Arbeit ja noch nicht getan, denn die Mahd will zusammen- aber auch auseinandergeharkt werden. Warum das sinnvoll ist, kannst du unter „Mähen“ lesen, hier geht es erstmal um sinnvolles Zubehör wie den Holzrechen.
Eine Sense möchte auch mal gepflegt werden. Der häufige Gebrauch lässt das Gerät verschmutzen und das sieht man irgendwann, vor allem am Holz. Aber auch Sensenbäume aus Metall und das Sensenblatt dürfen mal einen Tropfen Öl abbekommen. Das ist schnell gemacht, dennoch sollte man ein paar Punkte beachten, siehe unten.
Der Sensenschlüssel
Der Sensenschlüssel ist genau genommen kein Zubehör, sondern essentiell für das Mähen mit der Sense, da eine Sense eingestellt werden muss. Allerdings habe ich mir noch zusätzliche Schlüssel angeschafft, denn kleine Dinge gehen im Garten schnell verloren.
Der Sensenschlüssel ist ein kleines Werkzeug, ähnlich wie ein Inbusschlüssel, allerdings mit Vierkant. Meistens hat er am Ende eine Öse, womit wir ihn am Schlüsselbund o.ä. befestigen können, was ich auch empfehle. Nichts verliert man leichter als den Sensenschlüssel und über nichts ärgert man sich mehr wenn man ihn suchen muss.
Einen Sensenschlüssel bekommst einzeln ab 3 Euro.
Ich habe immer zwei, drei Sensenschlüssel an verschiedenen Stellen liegen. Ich allein weiß, warum.
Der Sensenschlüssel: links der Vierkant, rechts eine Öse für den Schlüsselbund
Der Holzrechen
Die Mahd sollte zusammen- und auseinander geharkt werden. Warum, das erkläre ich dir im Beitrag „Mähen“.
Zum Harken der Mahd eignet sich am besten ein Holzrechen als weiteres sinnvolles Sensenzubehör. Bei ihm stehen die Zinken weit auseinander. So nimmt er das Mähgut einfach mit, ohne das der Rechen ständig irgendwo hängen bleibt. Deshalb empfehle ich auch den Rechen statt einer Rasenharke.
So einen einfachen Rechen gibt es ab ca. 20 Euro im Baumarkt. Auch er mag ab und zu ein wenig Öl (siehe unten)
Ein Holzrechen eignet sich hervorragend zum Harken der Mahd
Warum Leinöl?
Ganz einfach: Es ist mit drei Euro pro 200 ml-Flasche günstig, erfüllt seinen Zweck und der Rest kommt nach und nach ins Müsli. So wird nichts ranzig und man hat nicht noch irgendeine Flasche rumstehen. Man braucht das Öl ja nur ein-, zweimal im Jahr.
Leinölfirnis enthält fast immer Sikkative, also Stoffe, die das Öl schneller aushärten lassen. Die möchte ich nicht im Garten oder an der Hand haben. Ja, es gibt auch Leinölfirnis ohne Sikkative. Firnis bedeutet vereinfacht: Das Öl wurde erhitzt oder gekocht. Das macht das Öl dickflüssiger. Firnis schützt die Oberfläche noch etwas besser vor Außeneinwirkung, reines Leinöl dringt tiefer ins Holz ein. Aber wir wollen an dieser Stelle keine Wissenschaft draus machen.
Ich denke, auch Olivenöl oder andere Pflanzenöle können verwendet werden, bei mir hat sich Leinöl irgendwie bewährt, man kennt es ja sowieso von der Holzbehandlung.
Anwendung - Brandgefahr!
Wer noch nicht mit Leinöl gearbeitet hat, es aber machen möchte, der liest unbedingt den ganzen Absatz!
Die Behandlung mit Ölen lässt das Holz des Sensenbaums und auch des Holzrechens nicht nur frischer aussehen, sondern macht es auch widerstandsfähiger gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
Das Ölen sollte man immer dann machen wenn man die Sense für zwei, drei Wochen nicht benötigt, geeignet ist zum Beispiel das zeitige Frühjahr zum Saisonstart oder eben das Saisonende, wenn man seinen Gartengeräte „einmottet“. Dazu nimmt man am besten das Sensenblatt ab und pinselt den Sensenbaum satt mit Öl ein. Nun wartet man ca. eine halbe Stunde und wischt dann den Überschuss mit einem Baumwolltuch ab. Dabei darauf achten, dass man das Holz richtig abreibt. Denn bleibt zu viel Öl am Holz wird es nach dem Aushärten klebrig und das möchte niemand. Dem Öl und damit dem Sensenbaum nun einige Zeit geben, damit das Öl aushärten kann.
Hat man das Holz mit dem Lappen abgerieben, kann man mit dem gleichen Lappen auch alle Metallteile einreiben. Also Sensenring, Blatt (Vorsicht, scharf!) und ggfs. auch den Baum aus Metall. Hier nur immer darauf achten, dass man nur ganz wenig Öl benutzt, denn sonst wird es auch hier klebrig. Der Lappen mit dem abgezogenen Überstand vom Holzbaum sollte völlig reichen.
Wichtig: Nach der Arbeit den Lappen mit Öl nicht zerknüllen und in den Müll werfen! Brandgefahr! Leinöl kann sich selbst entzünden!
Den Lappen immer auseinanderfalten und am besten an der frischen Luft zum Trocknen aufhängen, z.B. auf die Wäscheleine.
Alternative für Metallsensen
Ist die Sense komplett aus Metall kann man auch überlegen, ob man z.B. ein wenig Ballistolöl statt Leinöl verwendet. Das ist auch umweltverträglich und in dem Fall besser geeignet als Pflanzenöl. Es schützt das Metall vor Korrosion, z.B. im Winter, je nachdem wo man die Sense lagert. Auf jeden Fall bitte auch sparsam verwenden.
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